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Schablonen

Sprühschablonen zum ausdrucken, auschneiden und benutzen:

Wir bleiben alle! – Gegen sozialen Ausschluß und Vertreibung!

Aktuell ist unsere Gesellschaft enormen Veränderungen ausgesetzt. Der Grundsatz „alles muss rentabel sein und darf nur so wenig Geld wie möglich kosten“, wird zur universellen Maxime und durchdringt sämtliche Lebensbereiche. Betroffen davon ist insbesondere der urbane Raum als Lebensmittelpunkt für eine große Anzahl von Menschen. In der Stadt werden die Auswirkungen der totalen Durchkapitalisierung der Gesellschaft besonders deutlich und gerade in Erfurt vermehrt sichtbar.

Hartz 4 hat vor Erfurt nicht halt gemacht. Zahlreiche Menschen wurden und werden gezwungen, in billigere Wohnungen umzuziehen. Menschen ohne Arbeit erhalten nur noch einen festgeschriebenen Regelsatz und damit durchschnittlich weniger als vor Hartz 4. Auch die Arbeitslandschaft hat sich gewandelt. Mittels 1€ Jobs wird der Lohn weiter gedrückt und werden Arbeitslose, als ein Heer von Überflüssigen, bei Bedarf und bei menschenunwürdiger Entlohnung, herangezogen.
Doch auch Denjenigen, die einen Job haben, geht es mitunter nicht viel besser. Unbezahlte Überstunden und der Verzicht auf Urlaub sind die Regel. Niedrige und immer weiter sinkende Löhne zwingen die ArbeitnehmerInnen dazu, Nebenjobs anzunehmen. Der zweite oder dritte Nebenjob ist dabei nicht mehr selten. Sehr oft reicht das Geld trotzdem nicht über den Monat.
Betroffen von dieser Entwicklung sind vor allem sozial Schwache, für die es immer schwieriger wird am gesellschaftlichen Leben teil zu haben. Es fehlt entweder das nötige Geld oder genügend Freizeit, um soziale, kulturelle und gesellschaftliche Angebote wahr nehmen zu können.

Diese Rahmenbedingungen sollten Grund genug sein, eine soziale Stadt zu forcieren und allen Menschen, unabhängig von der Fülle ihres Geldbeutels, eine Teilhabe zu ermöglichen. Doch in der Realität macht die Stadt genau das Gegenteil.

Mit dem Verkauf von über 5000 Wohnungen folgt die KOWO (Kommunale Wohnungsgesellschaft Erfurt) dem zunehmenden Trend der Privatisierung. Das Sachzwang-Argument „wenn wir nicht verkaufen, ist das weitere Bestehen der KOWO bedroht“, dient dabei als Legitimation für den Verkauf. Kurzfristig scheint es, als helfe die „Finanzspritze“ tatsächlich. Bei einer längerfristigen Betrachtung erweißt sich dies jedoch als Trugschluß. Das „schnelle Geld“ ist um so schneller wieder ausgegeben und die KOWO steht erneut vor dem gleichen Problem. Der Verkauf bzw. die Privatsierung geht somit an der Lösung für das eigentliche Problem weit vorbei.
Tendenziell wird durch die Privatisierung von Wohnungen günstiger Wohnraum verdrängt und durch sanierte (Eigentums-) Wohnungen ersetzt. Bevölkerungsschichten mit wenig finanziellen Mitteln, werden damit aus ihren bisherigen Wohnungen vertrieben.

Ähnlich verhält es sich mit dem geplanten Abriss von Häusern auf dem Wiesenhügel in Erfurt. Unter dem Vorwand der Unrentabilität werden bisher günstige Wohnungen vernichtet. Zusätzlich wird dadurch der Wohnugsbestand reduziert. Durch das geringere Angebot wird es dann möglich die Mieten in Erfurt insgesamt zu erhöhen.
Bei der Miteinbeziehung von Bedürfnissen und Wünschen der Menschen aus der Stadt wirkt der Abriss wie ein schlechter Witz. Es fehlen Projekträume und Büros für Vereine und Initiativen, Proberäume für Bands und Ateliers für KünstlerInnen. Doch die, die die Häuser gebrauchen könnten, sind im Sinn der Rentabilität nicht nützlich und werden ignoriert.

Nicht nur die Mieten werden immer teurer. Um sich mittels öffentlichem Nahverkehr durch Erfurt zu bewegen, bedarf es immer mehr finanziellen Mitteln. Seit Jahren steigen die Preise für die Tickets der EVAG (Erfurter Verkehrsbetriebe AG) kontinuierlich an. Ein Ende ist nicht in Sicht.
Auch teure Tickets für Bus und Bahn erschweren eine gesellschaftliche Teilhabe für eine ganze Menge Menschen.

Um an Kultur teilhaben zu können, bedarf es nicht unbedingt des Besuchs eines Theaters oder einer Live-Band. In der Regel genügt ein Spaziergang oder Picknick mit Freunden in einem Park, oder das Ausklingen des Tages hinter der Krämer Brücke. Gerade für Menschen mit wenig Geld lässt sich so ein ruhiger und entspannter Tag verbringen. Doch auch dem werden immer größere Hindernisse in den Weg geräumt. So plant die Stadt momentan, das Trinken von Alkohol in der Innenstadt und in Parks zu verbieten. In der Konkurrenz mit Weimar um mehr Touristen soll mit dieser Maßnahme die Innenstadt sauberer und ordentlicher werden. Das damit gleichzeitig hier lebende Menschen vertrieben werden, spielt keine Rolle. Denn alle, die sich teure Kneipen und Biergärten nicht leisten können, aber trotzdem gerne mal ein Bier oder ein Schluck Wein geniesen möchten, werden damit von öffentlichen Plätzen verdrängt.

Alle genannten Umstrukturierungen in der Stadt verlaufen nicht voneinander getrennt. Sie passieren nicht zufällig und auch nicht wahllos. Sie sind, jede für sich, ein Teil einer allumfassenden Umordnung der Gesellschaft insgesamt. Das kapitalistische Prinzip, soviel Gewinn wie möglich zu erwirtschaften, wird Schritt für Schritt auf alle Bereiche des Lebens ausgeweitet. Ehemals von den Kommunen oder vom Staat bereitgestellte Leistungen werden an private Unternehmen abgegeben. Neben der geplanten Privatisierung der Bahn auf bundesweiter Ebene gehört dazu auch der Verkauf von kommunalen Wohnungen. Während Nationalstaaten alles tun, um Investoren anzulocken, konkurrieren Städte um Touristen.
An der Intention der Agierenden, höhere Gewinne einzufahren, wird bereits deutlich, dass für die Menschen selbst nicht viel übrig bleibt. Es geht eben nicht darum, ein besseres und angenehmeres Leben für alle zu schaffen.

Trotz der Allgegenwärtigkeit von Konkurrenzdenken und dem Streben nach immer mehr Geld gibt es Widerstand. Mit der Besetzung eines Teils des ehemaligen Topf & Söhne Geländes in Erfurt protestieren eine ganze Reihe Menschen praktisch gegen den unsozialen Alltag. Mit dem Besetzten Haus Erfurt haben Menschen ein Projekt geschaffen, in dem es nicht nur um Geld geht. So können Menschen dort mietfrei wohnen. Zahlreiche kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Kino und viele mehr werden durch ihren unkommerziellen Charakter für alle erschwinglich. Auch Personen, die gar kein Geld übrig haben, werden eingelassen und nicht wieder fort geschickt. Politische Gruppen und Initiativen bekommen hier die Möglichkeit, sich zu treffen. Ausserdem gibt es einen Umsonstladen, eine Fahrradwerkstatt und Proberäume für Bands.
Zusätzlich dient das Haus als Schutzraum für alternative und häufig diskriminierte Menschen, Randgruppen und Minderheiten. Während Punks in der Stadt von Nazis verfolgt und verprügelt, Menschen mit einem Migrationshindergrund auf offener Straße angepöbelt und angegriffen und Frauen in der Disco begrapscht und diskriminiert werden, wird analoges Verhalten auf dem Gelände nicht akzeptiert. Es geht darum, einen Raum zu schaffen, in dem alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Aussehen und finanziellen Möglichkeiten, einen Platz finden.

Doch das Besetzte Haus ist momentan in seinem Bestand enorm gefährdet. Der aktuell veröffentlichte Bebauungsplan sieht vor, auf dem besetzten Gelände ein Gewerbegebiet zu errichten. Wahrscheinlich soll ein Lebensmittelmarkt entstehen. Auch hier sollen Menschen mit wenig Geld vertrieben werden. Zusätzlich würden zahlreiche Projekte, vielfältig genutzte Räume und unkomerzielle kulturelle Angebote verschwinden.

Doch wir wollen das nicht einfach hinnehmen. Unter der Parole „Wir bleiben alle!“ wehren wir uns gegen sozialen Ausschluß und Vertreibung. Das Besetzte Haus soll nicht abgerissen, sondern seine Prinzipien auf die ganze Stadt und darüber hinaus ausgeweitet werden. Wir fordern eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, ausnahmslos für alle Menschen. Häuser sollen nicht privatisiert, sondern jenen überlassen werden, die drin wohnen. Lehrstehende Häuser sollen nicht abgerissen, sondern denen zur Verfügung gestellt werden, die sie brauchen. Öffentlicher Nahverkehr soll nicht teurer werden sondern kostenlos für alle. Auch ein Alkoholverbot ist sozial unverträglich und darf nicht durchgesetzt werden. Wir wollen eine soziale Stadt, für alle.

Wenn du mit uns streiten und kämpfen willst, dann schreibe eine E-mail an jfk[(ÄT)]riseup.net.

Video Clip

Die Filmpiraten haben einen Video-Clip zu der Aktion veröffentlicht. Den Clip gibts zum Runterladen auf Indymedia.

Open-Air Überraschungsparty erfolgreich durchgesetzt

Die Polizei hatte angekündigt alle unangemeldeten Veranstaltungen zu verhindern. Die Überraschungsparty fand trotzdem statt. Die Ordnungshüter konnten zumindest eine zeitlang ausgetrickst werden und es wurde durch die Stadt gefeiert. Danach gab es eine nette kleine Spontandemo durch die Innenstadt von Erfurt. Wir waren laut, bunt und vielfältig.

Vielen Dank an alle die gekommen sind, um mit uns für den Erhalt von besetzten Häusern und autonomen Plätzen zu kämpfen.

Falls ihr im nachhinein Angezeigt werden solltet, wendet euch an die Rote Hilfe Jena:
Rote Hilfe Jena
jena(an)rote-hilfe.de

Einen ausführlichen Bericht mit Fotos findet ihr auf Indymedia

Aktueller Stand und Technisches

Die momentane repressive Linie der Erfurter Ordnugsbehörden schlägt sich auch auf die Open-Air Überraschungsparty nieder. Erst sind alle Veranstaltungen des besetzten Hauses verboten, und nun auch ein hartes Durchgreifen am 10. April angekündigt wurden. Die Polizei will keine unangemeldete Veranstaltung dulden.

Passt auf dem Weg zum Treffpunkt auf euch auf. Bildet Beszugsgruppen (Was sind Bezugsgruppen?) und bereitet euch gemeinsam auf die Party vor.

Die Nummer des Ermittlungsausschuss (EA) für diesen Tag lautet: 0175 9703462

Der EA sammelt neben allgemeinen Informationen zu Übergriffen, Ingewahrsamnahmen und Festnahmen hauptsächlich die Namen und Geburtsdaten von Verletzten und Fest-/ Ingewahrsamgenommenen. Er hält Kontakt zu AnwältInnen und gewährleistet so, dass die Festgenommenen rechtzeitig einen Rechtsbeistand zur Seite gestellt bekommen. Außerdem versucht der Ermittlungsauschuss herauszufinden, auf welche Wachen und Gefangenensammelstellen (GeSa) die Leute gebracht wurden und den Vorgang dort zu beschleunigen. Darüber hinaus leistet er psychische Hilfestellung, indem er den Betroffenen (auch FreundInnen & Eltern) – wie im Übrigen auch der Polizei – bewusst macht, dass die Situation in der Wache/ Sammelstelle auch draußen bekannt ist und sich Leute um die Fest-/ Ingewahrsamgenommenen kümmern. Ruft den EA an falls ihr in Gewahrsam genommen werdet. Meldet euch zurück wenn ihr wieder frei gelassen werdet.

Weitere Informationen zum Verhalten auf politischen Aktionen:

Was tun wenns brennt?

Aussageverweigerung im Falle der Festnahme

Rote Hilfe

Repression gegen das Besetzte Haus in Erfurt

Das Besetzte Haus in Erfurt ist akut einer Repression durch städtische Behörden ausgesetzt. Mit sofortiger Wirkung wurden alle Veranstaltungen des Projektes verboten. Als Begründung wurden bau- und nutzungsrechtliche Erwägungen sowie Sicherheitsbedenken angeführt. Das die Ordnugsbehörden nach sieben Jahren Besetzung, mit zahlreichen Veranstaltungen auf dem besetzten Gelände, Sicherheitsbedenken feststellen, wirkt wie purer Hohn. Die Bedrohung des Besetzten Haus Erfurt zeigt einmal mehr wie wichtig es ist besetzte Häuser und autonome Plätze weltweit zu verteidigen.

Pressemitteilung vom Besetzten Haus: Kulturelles Zentrum „Besetztes Haus“ durch städtische Behörden bedroht

Letzte Woche wurde dem neuen Eigentümer des ehemaligen Topf & Söhne Geländes durch das Ordnungsamt Erfurt ein Bescheid zugestellt, der ihn mit sofortiger Wirkung verpflichtet, alle Veranstaltungen auf dem Areal zu unterbinden. Als Begründung wurden bau- und nutzungsrechtliche Erwägungen sowie Sicherheitsbedenken angeführt.
Dies würde für uns das Ende sämtlicher kultureller und politischer Arbeit bedeuten. Sieben Jahre Auseinandersetzung mit der Historie des Geländes und anderen gesellschaftlichen Themen, Veranstaltung von Konzerten, Lesungen, Workshops, etc. werden dabei schlichtweg ignoriert.
Ignoriert wird auch, dass die Besetzer_innen nur einen Teil des Geländes nutzen, der durch die Besetzung und Nutzung in einem weitaus besseren baulichen Zustand ist, als der Rest des Geländes. Auch in den vergangenen Jahren war der bauliche Zustand des Geländes der Stadt durchaus bekannt. Trotzdem wurde die nichtkommerzielle politische und kulturelle Arbeit der Besetzer_innen toleriert, ja teilweise sogar gut geheißen. Vertreter_innen der Stadt ließen sich zum Beispiel von den Besetzer_innen bei einem Rundgang über die Brache führen und bei der Vorbereitung und Umsetzung des Rahmenprogramms zur Ausstellung „Zug der Erinnerung“ wurde zusammen gearbeitet.
„Wir fragen uns wie es kommt, dass bestimmte Teile der Stadt nach sieben Jahren plötzlich entdecken, dass Besetzungen illegal sind und solche selbstverwalteten Projekte den Standards städtischer Projekte nicht entsprechen und auch gar nicht entsprechen wollen?“ – so eine Sprecherin der Besetzer_innen.
Klar scheint in jedem Falle, dass die angegebenen baulichen Mängel nicht der Grund für das plötzliche Engagement der städtischen Behörde sein können, denn diese sind ja schon seit Jahren bekannt. Bleibt zu vermuten, dass hier die Aushandlung politischer Machtverhältnisse im Vordergrund steht, die exemplarisch am politischen Umgang mit dem Besetzten Haus ausgetragen werden. Wir wollen das politische, kulturelle und soziale Projekt in seiner jetzigen selbstverwalteten Form erhalten und wünschen uns hierfür eine vielfältige, kreative Solidarität.

die BesetzerInnen eines Teils des ehemaligen Topf & Söhne Geländes

Party -Trailer

Der Trailer zur Party ist fertig und kann angehört und runtergeladen werden.

Download als .mp3

Einladung zu den Bautagen

Sympathisant_innen und Kritiker_innen des Besetzten Hauses sowie Bastelfreund_innen,

vom 7. bis 10. April 2008 rufen wir zu einem umfassenden Bauvorhaben auf. Trotz aller Bemühungen macht der Verfall auch auf dem besetzten Teil des Topf & Söhne-Geländes nicht halt. Besonders Dächer und Zäune bedürfen dringend einer Reparatur, außerdem sind diverse kleinere Umbauten geplant. Dafür brauchen wir dringend Hilfe, deshalb laden wir alle Interessierten ein, sich mit Rat und Tat an der Umsetzung unseres Plans zu beteiligen.

Bringt Freunde und Bekannte mit! Auch gegen Materialspenden, wie zum Beispiel Dachpappe, würden wir uns nicht sträuben. Ein kulturelles Rahmenprogramm, bestehend auch Info/Diskussionsveranstaltung, Film und (Live-)Musik wird die Abendgestaltung ausfüllen. Für Schlafplätze, Essen und Getränke wird gesorgt sein.

Am Donnerstag, dem 10. April, wird nach 100%iger Planerfüllung die Woche mit einer Open-Air Überraschungsparty beendet und sich dem Festival entgegen gefreut.

Also, seid dabei!

Web-Banner


Um das Web-Banner auf euren Seiten einzubinden einfach folgenden Quellcode kopieren und enfügen:

Wir bleiben alle – Open-Air Überraschungsparty

Am 11. und 12. April finden die days of action for Squats and autonomous spaces statt. An diesen Tagen soll durch Demonstrationen, Direkte Aktionen, Info-Tätigkeit, Feste und Besetzungen ect. europaweit auf die Situation von autonomen Räumen und besetzten Häusern aufmerksam gemacht werden. Die erkämpften Räume sind vielerorts von Repression und Räumung bedroht. So auch das Besetzte Haus in Erfurt.

Das Haus befindet sich auf einem Teil des ehemaligen Topf & Söhne Geländes. Die Firma Topf & Söhne produzierte während der Zeit des Nationalsozialismus die Öfen für die Krematorien von Konzentrations – und Vernichtungslagern wie Buchenwald und Auschwitz. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Geländes und deren Bekanntmachung stellt eine Konstante in der Geschichte des Projekts dar. Bestandteil dessen sind Veranstaltungen, der Rundgang übers Gelände, Infostände und Vorträge bzw. Workshops zur Geschichte der Firma Topf & Söhne. Nicht wegzudenken sind außerdem zahlreiche Konzerte, Partys und andere kulturelle Veranstaltungen wie zum Beispiel Filmabende mit „Essen für alle“ und Infoveranstaltungen. Das Haus beherbergt Wohnraum, ein Lesecafé, mehrere Partyräume, einen Wagenplatz, ein Kino, eine Fahrradwerkstatt und mehrere Band-Proberäume.

Der Entwurf für einen neuen Bebauungsplan sieht für die Fläche um das ehemalige Verwaltungsgebäude einen sehr zu begrüßenden Geschichtsort Topf & Söhne vor. Für das Gelände, dass momentan von uns genutzt wird, ist jedoch ein Gewerbegebiet vorgesehen; wahrscheinlich soll ein Lebensmittelmarkt errichtet werden. Abgesehen davon, dass sich in dieser Region Lebensmittelmärkte zur Genüge befinden, ist es für uns nicht akzeptabel das besetzte Haus durch einen Lebensmittelmarkt zu ersetzen.

Im Rahmen der Squat-Action-Days werden wir für den Erhalt des Besetzten Haus Erfurt kämpfen. Wir sind solidarisch mit den weltweit bedrohten Projekten. Wir fordern das alle Projekte bleiben können wo und wie sie sind und begrüßen die Schaffung neuer besetzter Häuser und autonomer Räume. Wir rufen auf zu einer Open-Air Überraschungsparty am 10. April in Erfurt. Treffpunkt ist um 17:00 Uhr am Bahnhofsvorplatz. Seid kreativ und bringt euch ein. Weitere Infos folgen an dieser stelle.

Veranstaltet wird das ganze von J.F.K. (jung faul kaputt)